Wer ich bin -
meine Geschichte
Ich bin Melanie Kadel, geboren 1987 und mittlerweile 38 Jahre alt.
Dass ich mit dem Pferdevirus infiziert wurde, war kein Hexenwerk, da unser Dorf sicherlich dreimal so viele Pferde hat als Einwohner. So durfte ich immer schon als kleines Kind die Pferde auf die Koppel reiten. Auf dem Bild mein damaliger Liebling Radi.
Ich war 4 Jahre alt, als die Ärzte bei mir eine schiefe Hüfte diagnostizierten. Eine OP wurde vorerst auf Eis gelegt, stattdessen verordneten die Ärzte mir das Reiten um in diesen jungen Jahren eventuell durch die Reitstellung hier eine Korrektur zu ermöglichen. Welch Glück - da ich ja sowiso ständig im örtlichen Reitstall Pferde streicheln war. Somit war ich mit meinen 4 Jahren mit Abstand die Jüngste am ganzen Stall und lernte nun reiten .
Mit 13 bekam ich mein erstes eigenes Pflegepferd Novina und nahm das erste Mal an einem Reitturnier teil im Dressurwettbewerb. (Siehe Bild) Und genau hier wurde mir klar: Das ist nicht MEIN Weg mit Pferden. Ich merkte sehr früh, dass das nicht meine Welt war. Es gab mir viel mehr, wenn ich mit Novina auf dem Roundpen freies Folgen übte. In all den Jahren mit Pflegepferden war ich lieber im Gelände oder im Roundpen anstatt im Reitunterricht.
Mit 18 Jahren war es endlich soweit ! Alle kauften sich ein Auto und ich ? Ich kaufte mir ein Pferd, mein erstes eigenes Pferd - meinen Tinker Dancer im Jahr 2007! Ich hatte keine Ahnung von Pferdeerziehung und Pferdeausbildung und trotzdem traute ich es mir zu und verließ mich auf mein Herz. Und so zog Dancer mit einem Alter von 10 Monaten bei mir ein. Er machte es mir sehr leicht und war das perfekte Anfängerpferd für mich. Es war kinderleicht und wir waren sofort ein eingespieltes Team. Auf dem Bild Februar 2007.
2 Jahre später, im Jahr 2009, hatten wir die Möglichkeit zuhause einen kleinen Offenstall zu bauen. Dies bedeutete Dancer braucht einen Partner. Und wieder sollte es ein Tinker sein - dieses Mal 7 Monate alt. Akito zog ein und ab diesem Moment war alles anders als ich es bisher kannte.
Akito war ein Schlitzohr, das gerne eigene Wege ging, selbst als kleines Fohlen. Er riss sich gerne mal los und war nicht immer sehr kooperativ. Ich merkte schnell, dass ich mit meinen Kenntnissen von Dancers Ausbildung an meine Grenzen komme und begann mit 21 Jahren mich intensiv mit der Bodenarbeit zu befassen. (Auf dem Bild: Akito noch auf der Fohlenweide).
Ich besuchte ab diesem Zeitpunkt unzählige Kurse, machte Online-Kurse, sog alles auf, was mir geboten wurde. Fuhr auf Wochenend-Veranstalungen. Zog mir aus diversen Vorgehensweisen das raus, was sich für mich selbst richtig anfühlte. Man muss einfach auf sein Herz und sein Gefühl hören und seinen eigenen Weg finden mit Pferden zu arbeiten, es gibt für mich nicht DEN EINEN WEG....
Zwischen 2009 und 2018 befasste ich mich 9 Jahre lang intensiv mit der Bodenarbeit und entwickelte mich kontinuierlich fort. Irgendwann begann ich auf Nachfrage Freunden und Bekannten zu helfen, bis eine Freundin 2018 zu mir sagte: Melanie, du hast so viel Gefühl für die Pferde, du strahlst so viel Ruhe aus, du kannst so gut erklären, warum hilfst du nicht anderen Pferd-Mensch Paaren?
Ich machte mir eine Weile darüber Gedanken und dachte, warum eigentlicht nicht? Ich postete in Facebook einen kleinen Aufruf, dass ich Unterricht anbieten möchte und so wurde ein ungeglaubter Traum wirklich wahr. Nun bin ich seit 2018 im Pferdetraining unterwegs und begegne so vielen tollen Menschen und Pferden und bin voller Glück anderen helfen zu dürfen auf unterschiedlichste Weise. Aber mein Weg ging weiter, es blieb nicht bei 2 Pferden .....
2023 sollte mein Wissen, was ich mir in 14 Jahren angeeignet hatte nun auf den Prüfstand gestellt werden. Durch einen Zufall wurde ich auf einen 4-jährigen Lusitanohengst aufmerksam. Ich kannte seine Besitzerin bereits. Ramiro ist in Portugal wild aufgewachsen und wurde innerhalb Portugal und Spanien 3x weiterverkauft, bis er mit 2,5 Jahren in Deutschland landete. Was ich vorfand war ein Häufchen voller Angst und Unsicherheit. Er musste etwas Schlimmes erlebt haben, das zeigten auch seine körperlichen Spuren.
Er zeigte Angstkrampfen, was ich zuvor noch nie bei Pferden gesehen hatte. Nie zuvor hatte ich ein Pferd gesehen, das so dermaßen unsicher und starr vor Angst war. Ein 4-jähriger Lusitanohengst, bei dem ich nicht nur von Null anfing, sondern auch seine Psyche zu heilen hatte. Und ich nahm ihn zu mir.
Ramiro hat mich in meiner Arbeit mit Pferden in den letzten 2,5 Jahren nochmal unglaublich verändert.
Jedes meiner Pferde hat meinen Weg auf eine bestimmte Weise sehr geprägt und mich immer weiter angetrieben mein Wissen immer weiter auszubauen um ihnen helfen zu können und um mich mit ihnen verständigen zu können, worüber ich heute unendlich dankbar bin.
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